So wirken Sie beim Reden sicher und souverän!

von | 18.08.2017 | Blog, Präsentation | 2 Kommentare

Es sind diese Menschen, die in ihrem Vortrag auf der Bühne vor großem Publikum Sicherheit ausstrahlen, die im Verkaufsgespräch oder in der Verhandlung souverän ihre Argumente anbringen und ihr Gegenüber überzeugen. Oft bewundern wir sie. Diese Rhetoriker. Die Gabe, so kompetent und glaubwürdig aufzutreten, scheint etwas ganz Besonderes, sodass nur wenige, nur die ganz Großen damit ausgestattet sind.

Stopp!! Einen sicheren und souveränen Eindruck kann jeder machen!!

Mit einer gut dosierten Portion Training können wir uns mit unserer verbalen Kommunikation und unserer Körpersprache so vertraut machen, dass wir sie künftig in allen wichtigen Redesituationen professionell einsetzen können.

Doch was heißt eigentlich professionell in diesem Zusammenhang? Wann wirkt ein Redner, ein Vortragender oder ein Gesprächspartner sicher, überzeugend und kompetent? Was muss er mitbringen, damit die Präsentation bei den Zuhörern ankommt?

1 – Informationen gut aufbereiten

3 Tipps für den sicheren Auftritt: Informationen gut aufbereiten

Ein professioneller, erfolgreicher Auftritt in einem persönlichen Gespräch, einem Meeting oder auf der Bühne vor Publikum weist mehrere Merkmale auf. In erster Linie ist es wichtig, seine Zuhörer, Gesprächspartner, Interessenten oder Zielgruppe „abzuholen“. Und das heißt, der Redner muss die Sprache seines Gegenübers sprechen. Er muss sich in sein Gegenüber hineinversetzen und sich z. B. fragen: Welchen Kenntnisstand haben die Leute? Welche Informationen brauchen sie, damit sie meine Botschaft verstehen und ich mit meiner Präsentation oder im Gespräch mein Ziel erreiche? Welche Beispiele, Bilder oder Fakten passen für mein Gegenüber am besten? Wie sehr muss ich die Informationen für mein Publikum herunterbrechen und aufbereiten?

Schlechte Redner und Gesprächspartner stellen sich diese Fragen nicht und wundern sich stattdessen, warum ihre Zuhörer große Fragezeichen in den Augen haben. Schlechte Redner gehen von ihrem persönlichen Wissensstand aus und teilen ihren Mitmenschen daher oft wichtige Gedanken gar nicht mit. Gedanken, die unbedingt notwendig wären, um dem Gesagten folgen zu können.

Allein die für die Zielgruppe passenden Informationen auszuwählen genügt allerdings noch nicht. Die Aussagen im Gespräch und im Vortrag müssen sinnvoll strukturiert werden. In der Präsentation spricht man von einer guten Gliederung, von einem erkennbaren und nachvollziehbaren roten Faden. Dieser macht es den Zuhörern leicht, die Gedanken des Redners zu verstehen. Genauso empfiehlt es sich, auch die Informationen, die man in einem Gespräch wie beispielsweise in einem Verkaufs- oder Beratungsgespräch oder in einer Besprechung sowie Diskussionsrunde vermitteln möchte, gut vorzubereiten und Argumente aufeinander aufzubauen.

Die gute Nachricht Nummer 1: Für Struktur und Gliederung von Informationen und Argumenten gibt es Schemata, die es einem leicht machen. Sehr hilfreich sind beispielsweise die aus der amerikanischen Werbepsychologie stammende AIDA-Formel, das MISLA-Modell nach Richard Wittsack und die Argumentationsfiguren nach Haseloff.

2 – Verständlich sprechen

3 Tipps für den sicheren Auftritt: Deutlich sprechen

Der perfekt vorbereitete Inhalt nützt jedoch nichts, wenn ihn der Redner oder Gesprächspartner nicht glaubhaft vermitteln kann. Und damit gelangen wir ins Reich der nonverbalen Kommunikation! Sie zu beherrschen ist viel wichtiger als der Inhalt dessen, was man sagt! Die nonverbale Kommunikation macht 80 bis 90 Prozent unseres persönlichen Auftritts aus. Sie kann unsere Wirkung abschwächen bis kaputtmachen, sie kann uns aber genauso zu einer unschlagbar positiven Wirkung auf unsere Mitmenschen befördern. Yeah!

Wer überzeugend wirkt, spricht verständlich. Klar und verständlich heißt zum einen, in einfachen und kurzen Sätzen zu sprechen und notwendige Fremdwörter zu erklären. Verständlichkeit bedeutet zum zweiten flüssiges Sprechen, zu reden ohne Füllwörter und Floskeln. Wer verständlich spricht, macht außerdem den Mund auf. Schließlich will man gehört und verstanden werden! Den Mund vernünftig weit zu öffnen wirkt sich auf Resonanz, also auf den Stimmklang, und auf die Artikulation aus. Wer verstanden werden will, muss also deutlich reden. Für eine gute Artikulation ist es notwendig, seinen Text deutlich auszusprechen, indem man Ober- und Unterkiefer weit öffnet sowie auf ein gutes Zusammenspiel von Zunge und Lippen achtet. Ebenso gehören eine angemessene Lautstärke, Sprechgeschwindigkeit, Betonung und Modulation zu einem verständlichen Sprechen.

Die gute Nachricht Nummer 2: All das kann jeder lernen, üben und verinnerlichen – und schließlich in wichtigen Situationen abrufen und anwenden.

3 – Stimmige Körpersprache

3 Tipps für den sicheren Auftritt: Klare Körperhaltung

Dritter großer Bestandteil beim Miteinanderreden oder Präsentieren vor Publikum ist die Körpersprache als Teil der nonverbalen Kommunikation, auf die ich bereits im vorangegangenen Absatz hinsichtlich Stimme, Sprache und Sprechweise eingegangen bin. Zu einer positiven Körpersprache gehören beispielsweise eine offene, aufrechte Körperhaltung, eine gute Körperspannung (Achtung: Keine Anspannung und keine Unterspannung!), ein sicherer Stand bzw. eine sichere Sitzhaltung, Blickkontakt zu unserem Gegenüber sowie Mimik und Gestik, die zum gerade geäußerten Inhalt passen und ihn im besten Fall in seiner Wirkung unterstützen.

Zusätzlich wissen sicher und souverän wirkende Rhetoriker, sich auch im Raum – also beim Reden – gut zu bewegen und zu ihren Gesprächspartnern den in der jeweiligen Situation optimalen Abstand zu halten. Im Übrigen wirkt sich die Körpersprache positiv oder negativ auch auf unsere Sprechweise und Stimme aus. Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass unser Gesprächspartner oder unser Publikum die Körpersprache nur sieht. Sehr wohl hat sie hörbare Folgen.

Die gute Nachricht Nummer 3: Auch die elementaren Bestandteile der Körpersprache kann jeder lernen und in Rede- oder Gesprächssituationen, in denen es auf eine überzeugende und kompetente Wirkung ankommt, anwenden!

Nonverbale Kommunikation – also Sprechweise, Sprache und Stimme sowie Körpersprache – ist kein Hexenwerk. Sie nimmt in unserer gesamten mündlichen Kommunikation eine weitaus bedeutendere Rolle ein als der Inhalt, den wir von uns geben. Sowohl im persönlichen, sichtbaren Umgang miteinander als auch beim Telefonieren, wenn man den Gesprächspartner nur hört und ihn gar nicht sieht. Wir können fachlich noch so perfekt ausgebildet sein, wenn wir unseren Inhalt in Sprache, Sprechweise und Stimme nicht gut rüberbringen und noch dazu durch die Körpersprache einen unsicheren Eindruck vermitteln, dann kauft uns keiner was ab. Andere wiederum, die fachlich weit weniger auf dem Kasten haben, punkten durch ihren Auftritt und ihr Kommunikationsverhalten oftmals mehr, weil sie wissen, an welchen Schrauben sie zum richtigen Zeitpunkt drehen müssen.

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2 Kommentare

  1. Bianka Maria Seidl

    Vielen Dank für diesen sehr ausführlichen und anschaulich dargestellten Blogbeitrag.

    Ich selbst mache derzeit meine Erfahrungen im Bereich Live–Video und merke, wie wichtig es ist, sich vorher eine gewisse Zeit für die Vorbereitung zu nehmen..
    Dieser Zeitinvest lohnt sich, weil dann ein Teil des Vortragens bereits in Fleisch und Blut übergegangen ist.
    Es ist wie beim Tanzenlernen, anfangs fällt die Koordination von Rhythmus, Körper und Kopf noch schwer. Doch nach einigem Üben wissen die Füsse und der Rest plötzlich was zu tun ist.
    So ist es auch beim Reden und Präsentieren.
    Herzliche Grüße

    Antworten
  2. Redenschreiber

    Allein der Vortrag macht des Redners Glück;
    Ich fühl‘ es wohl, noch bin ich weit zurück.
    Johann Wolfgang von Goethe

    Antworten

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Jeannine Tieling

Jeannine Tieling

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  • Beraterin und Trainerin für PR, Rhetorik und Kommunikation
  • Moderatorin und Sprecherin für TV, Radio und Event
  • Sprecherzieherin (Univ./DGSS)
  • Ausgebildete Redakteurin
  • Certified Social Media Manager (FH)
  • Diplom-Geographin Univ.

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